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Keine Treffer

Effiziente Verwiegung

Effiziente Verwiegung durch intelligente Software-Funktionen

Beim industriellen Verpackungsprozess von Lebensmitteln, Tierfutter und anderen schüttbaren Produkten muss das zu verpackende Gewicht vollautomatisch, in sehr kurzer Zeit und mit hoher Genauigkeit ermittelt werden. Anschließend soll das dosierte Produkt schnell und schonend in die Verpackungsmaschine hineingefüllt werden. So könnte man im Wesentlichen die Aufgabe einer Mehrkopfkombinationswaage (oft auch einfacher als Mehrkopfwaage bezeichnet) beschreiben. Diese finden heute massenhaft Anwendung in der industriellen Verpackung. Die Leistung einer Mehrkopfwaage kann mit einer Genauigkeit von bis zu +/- 0,1 g bis zu 400 Verwiegungen/min erreichen. Gefertigt in Edelstahl und in wasserdichter Ausführung ist ihr Einsatzbereich überall möglich, auch in sehr feuchten und nassem Produktionsräumen wie zum Beispiel in Milchverarbeitenden Betrieben.

Prinzipieller Aufbau einer Mehrkopfwaage

Der Name Mehrkopfkombinationswaage oder auch Teilmengenkombinationswaage verrät das einfache Funktionsprinzip. Eine bestimmte Anzahl Wiegeköpfe sind kreisförmig zu einander angeordnet, in der Regel zwischen 8 und 40 Köpfe. Zentrisch auf die Waage, den sogenannten Konus, wird das zu verwiegende Produkt mittels Zuführtechnik, z. B. ein Förderband, aufgeschüttet. Eine darunter sitzende Wiegezelle oder Sensoren überwachen dabei, dass der Konus nicht mit Produkt überfüllt wird. Darüber kann auch eine Synchronisation der Zuführtechnik mit der Waage erfolgen. Das so auf die Waage aufgebrachte Produkt wird dann über Rinnen in die einzelnen Wiegeköpfe verteilt. Meistens sorgen der Anzahl entsprechende Vibrationsrinnen für die fein abgestimmte Produktzuführung. Für Fleischwaren oder extrem klebrige Produkte gibt es auch Schneckensysteme. Meistens wird das Produkt vor dem Wiegebehälter in einem sogenannten Vorbehälter zwischengespeichert. Damit lässt sich eine genauere und schnellere Verwiegung realisieren. In die Wiegebehälter wird somit eine Teilmenge des Zielgewichtes hineingegeben. Nun kombiniert die Waage diese Teilmengen miteinander, um ein dem vorgegebenen Zielgewicht möglichst annäherndes Gewichtsergebnis zu erzielen. In der Praxis ist das bereits mit nur zehn Köpfen in einer sehr hohen Genauigkeit möglich. Mathematisch kann man das beschreiben mit der Exponentialfunktion Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten sind gleich zwei, potenziert mit der Anzahl der Wiegeköpfe. Das so ermittelte Zielgewicht liegt in den zur Ermittlung verwendeten Wiegebehältern bereit und kann auf Anforderung ausgegeben werden. In den meisten Fällen wird es aus den betreffenden Wiegebehältern über Produktrutschen zusammengeführt und über einen Trichter in eine Verpackungsmaschine eingefüllt.